Ohne Titel

Jan Hofer
Wenn wir Kunstproduktion einer Nachhaltigkeitsprüfung unterziehen, stellen sich Fragen wie: Ist es legitim, dass wir neues Material verbrauchen, um Werke zu produzieren? «Kulturschaffende können Vordenker sein. Sie sollen an sich auch diesen Anspruch stellen. Ihre Werke mit wenig und nicht mit ‹viel› (Material) zu realisieren. Alle müssen sich über ihr Handeln bewusst werden und dieses sollte ‹enkeltauglich› sein.» Geleitet von diesem Gedanken verbaue ich für meinen Ausstellungsbeitrag keine neuen Rohstoffe. Stattdessen stelle ich Materialien aus, die bereits in einen Produktionsablauf eingegangen sind deren zukünftige Verwertung schon definiert ist. Im Ausstellungskontext wird ein neuer Blick auf das alltägliche Materialarrangement möglich. Ästhetische und poetische Qualitäten werden sichtbar. Nach dem Ausstellungsende werden alle Teile der Installation wieder zurück in den Betrieb gebracht, aus dem sie stammen, um dort in der geplanten Art und Weise weiterverarbeitet zu werden.
Materiallager Beat Eschmann
mail@janhofer.net Seeanlage Farb
Kulturtage Thalwil 15